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Salento – Dónde el tiempo no pasa

„…und nach Salento! Du musst unbedingt auch nach Salento fahren!“, sagte er und seine Augen leuchteten vor Begeisterung. Salento ist ein Dorf mit schönen Häusern, versprach mein Reiseführer, aber das Leuchten in den Augen des Backpackers hatte mich überzeugt. Ich machte den Abstecher und bereute es nicht. Pferdehufe klapperten über den Asphalt, es roch nach frisch gebrühtem Kaffee und die Sonne spiegelte sich in den schillernden Farben der Balkone und Fensterläden wieder. Vor den Restaurants am Marktplatz saßen Männer mit großen, gelben Strohhüten. Sie rauchten Zigarren, lachten und witzelten. Stress und Hektik sind Wörter, die man hier wohl nicht mag. Die Zeit scheint in Salento stehen geblieben zu sein und das, seit mindestens einhundert Jahren.

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Unterschlupf fand ich im „Plantation House“. Das Backpackers steht auf einer alten Plantage umgeben von Kaffeepflanzen und Orangenbäumen. Gleich nach meiner Ankunft lernte ich Rodrigez und Marianne aus Uruguay, sowie Dina aus Argentinien kennen. Gemeinsam gingen wir aus und tanzten in einer alten Bar am Plaza zu flotten Cumbiarhythmen bis in die Morgenstunden. Nach dem ersten Kaffee lud uns Memo, ein Angestellter des Hostels, zu sich nach Hause ein. Seine Mutter führte uns durch ihren sagenhaften Garten, während sie in einer Tour Marihuana-Zigaretten rauchte. Eingebettet ist Salento in das grüne Valle de Cocora, welches wir am nächsten Tag durchwanderten. Das Tal ist vor allem berühmt für seine Quindio-Wachspalmen. Sie werden bis zu 60 m hoch und gelten als die höchsten Palmen der Welt. Die Bäume ragen über den Nebelwald hinaus in dem sie gedeihen. Ein sagenhafter Anblick.

IMG_7500Im Valle de Cocora wächst die Quindio-Wachspalme. Seit 1985 ist sie der Nationalbaum Kolumbiens.

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