{"id":274,"date":"2009-10-18T05:40:20","date_gmt":"2009-10-18T03:40:20","guid":{"rendered":"http:\/\/dominiksadventures.com\/?p=274"},"modified":"2009-10-27T03:31:24","modified_gmt":"2009-10-27T02:31:24","slug":"reisen-und-speisen-in-argentinien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=274","title":{"rendered":"Reisen und Speisen in Argentinien"},"content":{"rendered":"<p><em>(in Zahlen und Fakten)<\/em><\/p>\n<p>\u201e1000 km in 20 Stunden mit dem Bus\u201c klingt nach einem Albtraum \u2013 es muss aber keiner sein. Soviel wei\u00df ich, sp\u00e4testens nach meinem 4-t\u00e4gigen Ausflug nach Puerto de Iguaz\u00fa, zu berichten. Der Bus selbst, dass komfortabelste Ger\u00e4t, das mir je unter kam, flog nur so \u00fcber die gut ausgebaute Landstra\u00dfe dahin. Mein Sitz lie\u00df sich in eine 180 Grad Position bringen, was mir einen tiefen und langw\u00e4hrenden Schlaf erm\u00f6glichte. Das 4-k\u00f6pfige Personal fungierte im Wechsel als Fahrer, Ober, Entertainer und Schlafgast. St\u00fcndlich wurde mir ein Mahl gereicht oder zur Abwechslung Whiskey, Gin Tonic oder Cognac angeboten. Zur Auswahl gab es mehrere Videofilme auf einem f\u00fcr mich eigenen Bildschirm. Auch eine Toilette befand sich im Bus, um unn\u00f6tige Stopps zu vermeiden. Insgesamt ein Ausflug der Marke \u201eBusiness Class\u201c f\u00fcr umgerechnet schlappe 50 Euronen. Ausgeschlafen und entspannt erreichte ich mein Reiseziel. Auch einen Flug h\u00e4tte ich f\u00fcr nur 100 Euro bekommen. (Dessen Durchschnittswert f\u00fcr Inlandsfl\u00fcge best\u00e4tigten mir Gleichgesinnte mit geringerer \u201eUrlaubsl\u00e4nge\u201c und l\u00e4ngerer Reiseerfahrung.)<br \/>\nAuch am argentinischen Reisemekka angekommen hielt sich das niedrige Preisniveau erstaunlich stabil. Mein Bett kostete die Nacht 8, ein Essen um die 4 bis 5 US-Dollar. Eine Schachtel Zigaretten schr\u00f6pfte meinen Geldbeutel um einen Dollar, ein Bier im Lokal ebenfalls. Der Eintritt in den Nationalpark belief sich auf weitere 8 Dollar. Mit umgerechnet 30 Euro pro Tag ist man also ganz gut dabei. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man zur Zeit in Deutschland einen Hin- und R\u00fcckflug nach Argentinien f\u00fcr 650 Euro \u201egeschenkt\u201c bekommt, dann sollte das letzte Preisargument gefallen sein.<\/p>\n<p>Nun zur Kl\u00e4rung der zweith\u00e4ufigst gestellten Frage: \u201eWas ist man da so?\u201c. Die sagenumwobenen Rindersteaks nat\u00fcrlich! Allerdings sind pizzagro\u00dfe Ausf\u00fchrungen noch nicht auf meinem Teller gelandet, zumindest nach Abtrennung des Fettanteils nicht, womit wir auch schon bei ihrem Geheimnis w\u00e4ren und der Frage, warum man sowas leckeres zu Hause nicht aufgetischt bekommt. Argentinier braten ihr Fleisch n\u00e4mlich mit Fettrand. Und der ist so breit, dass ein H\u00e4ndler f\u00fcr ihn, nach EU-Norm, strafrechtlich verfolgt werden w\u00fcrde. Hier trennt man das Fett erst auf dem Teller ab, nachdem der Saft in der Pfanne \u2013 oder \u00fcber dem Rost \u2013 ins Fleisch einziehen konnte. Diese Zubereitungsart sollte man den Br\u00fcsselanern mal erl\u00e4utern. Das Ergebnis ist n\u00e4mlich durchaus sehr schmackhaft. Nicht unwesentlich ist dabei auch die W\u00fcrzung, welche am Ende der Zubereitungskette angesiedelt ist. Argentinier legen ihr Fleisch n\u00e4mlich nicht ein, was den wunderbaren nat\u00fcrlichen Geschmack verf\u00e4lschen w\u00fcrde, sondern bestreuen es, ebenso wie die Sondierung des Fettes, erst auf dem Teller&#8230; Dazu werden lauter bekannte Gem\u00fcsesorten, wie Tomaten, Gurken, Gr\u00fcner Blattsalat, Kidneybohnen, Mais, Erbsen, Kartoffeln, Reis und Oliven serviert. Exotisches habe ich leider noch nicht zwischen die Z\u00e4hne bekommen. American Fastfood gibt es an jeder Stra\u00dfenecke. Schmackhaft hingegen sind die ber\u00fchmten Empanadas, mit Fleisch, Gem\u00fcse oder K\u00e4se gef\u00fcllte Teigtaschen, die auch kalt verspeist noch ein Genu\u00df sind.<br \/>\nZum Nachtisch werden gerne S\u00fc\u00dfspeisen, wie Keckse oder Kuchen, serviert, deren Zuckergehalt so hoch ist, dass selbst mir als Zuckerjunkie beim blo\u00dfen daran lecken das Gesicht einfriert. Beim Speiseeis k\u00f6nnen sich die Argentinier allerdings mit den Italienern messen lassen.<\/p>\n<p>PS: Ein Porte\u00f1o verdient im Monat etwa 2000 bis 4000 Pesos, umgerechnet sind das 400 bis 800 Euro. Das Wort \u201ebillig\u201c ist im beschriebenen Zusammenhang also durchaus ein Relativum&#8230;<\/p>\n<p><a title=\"IMG_2263 von dondominico bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4022256595\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm4.static.flickr.com\/3435\/4022256595_57e9097fa3.jpg\" alt=\"IMG_2263\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/a><br \/>\nDas &#8222;Hostel-Inn&#8220; in Puerto de Iguaz\u00fa. Bei 8 US-Dollar f\u00fcr ein Bett pro  Nacht stimmt das Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(in Zahlen und Fakten) \u201e1000 km in 20 Stunden mit dem Bus\u201c klingt nach einem Albtraum \u2013 es muss aber keiner sein. Soviel wei\u00df ich, sp\u00e4testens nach meinem 4-t\u00e4gigen Ausflug nach Puerto de Iguaz\u00fa, zu berichten. 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