{"id":1731,"date":"2010-08-14T03:52:13","date_gmt":"2010-08-14T02:52:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=1731"},"modified":"2010-08-19T05:21:49","modified_gmt":"2010-08-19T04:21:49","slug":"copan-ruins-der-18-hase-und-andere-mayas","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=1731","title":{"rendered":"Copan Ruins &#8211; Von Haase 18 und anderen Mayas"},"content":{"rendered":"<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } \t\tA:link { so-language: zxx } --><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aus grauen Steinhaufen wachsen knorrige B\u00e4ume, Mauerreste, ein paar Steinpfeiler zieren einen Innenhof &#8211; eigentlich sind es nur ein paar alte Steine, die man bei so einer Ruinenbesichtigung zu Gesicht bekommt&#8230; solange man seinen Blick nicht auf Details lenkt. Eine Reihe Stelen zum Beispiel sind mit feinen Gravierungen \u00fcberzogen. Die dargestellten Mayak\u00f6nige wirken so lebendig, als w\u00e4ren sie gerade erst durch einen b\u00f6sen Fluch erstarrt. Jeden Moment, so scheint es, k\u00f6nnte ihr Federschmuck wieder Farbe erlangen, sich im Wind wiegen und seine Tr\u00e4ger bei einer blutigen Tat begleiten. Die Gesichter der K\u00f6nige strahlen Stolz und \u00dcberlegenheit aus. Die Gesichter ihrer Opfer hingegen sind zu angsterf\u00fcllten Frazen verzerrt. Viel zu Lachen hatten sie nicht. Au\u00dfer vielleicht \u00fcber die ulkig klingenden Namen der Mayas: Gespaltener Mond Blatt Jaguar, Rauch Jaguar Imix Ungeheuer, Rauchender Himmel, Rauch H\u00f6rnchen oder auch Kaninchen 18. <\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4895794211\/\" title=\"IMG_1190 von dondominico bei Flickr\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4122\/4895794211_b2855906bf.jpg\" width=\"500\" height=\"281\" alt=\"IMG_1190\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Blutig ging es bei den Mayas zu, schliesslich galt es die G\u00f6tter mit Blut zu befriedigen. Diese waren von menschlicher Natur, denn auch sie konnten sterben. Blut jedoch erhielt sie am Leben, vor allem wenn es in Str\u00f6men flo\u00df. Man zog sich also dornige F\u00e4den durch Lippe oder Zunge, oder besser noch, man stach sich mit Seeigelstacheln in den Penis. Opfer wurden gek\u00f6pft, ertr\u00e4nkt, erh\u00e4ngt, gesteinigt, vergiftet, verst\u00fcmmelt oder lebendig begraben. Dabei f\u00fchrte die Mayas ein Schamanenk\u00f6nig an, welcher zwar vorangig die Sterne beobachtete &#8211; doch auch als Astronom blutr\u00fcnstig sein konnte.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie die Aztektempel haben auch die Mayatempel einen pyramidenf\u00f6rmigen Aufbau. Auf der Spitze thront ein Altar. Zu ihm f\u00fchrt ein treppenartiger Aufstieg, die \u201eStairways to heaven\u201c, ein Opfergang zum Schafott. In Mexiko sollen bei einer einzigen Tempelweihe 20.000 Menschen Schlange gestanden haben, bis ihnen im Rhythmus der Trommeln&#8230; bumbum bumbum&#8230; riz raz&#8230; riz raz&#8230;  das Herz herrausgerissen wurde. <\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4896382848\/\" title=\"IMG_1168 von dondominico bei Flickr\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4100\/4896382848_592c387eb2.jpg\" width=\"500\" height=\"282\" alt=\"IMG_1168\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bis 900 AC muss die Theorie der Menschenopfer funktioniert haben. Dann m\u00fcssen den Mayas ihre G\u00f6tter trotzdem verstorben sein. Zumindest stellte sich die bef\u00fcrchtete Hungerkatastrophe ein. In der Stadt Cop\u00e1n sollen damals 30.000 Einwohner gelebt haben &#8211; mehr als zu dem Zeitpunkt in irgendeiner europ\u00e4ischen Stadt. Es gab viele Menschen, aber zu wenig Nahrung. Die landwirtschaftlich genutzten Talfl\u00e4chen reichten nicht mehr aus. Man wich auf Bergh\u00e4nge aus. Doch die Abholzung der H\u00e4nge f\u00fchrte zu Bodenerosion. Die <\/span><\/span> ausgelaugten Oberb\u00f6den \u00fcberschwemmten das Tal und \u00fcberdeckten die dortigen Felder.<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Die Bev\u00f6lkerung sank kontinuierlich, bis das Tal um Cop\u00e1n Mitte des 13. Jahrhunderts vollkommen verlassen war. Cop\u00e1n verfiel, wie die meisten Maya-St\u00e4dte im Tiefland der Halbinsel Yucat\u00e1n.<\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4895824043\/\" title=\"IMG_1227 von dondominico bei Flickr\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4082\/4895824043_74e30ef79c.jpg\" width=\"500\" height=\"281\" alt=\"IMG_1227\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als gr\u00f6\u00dftes Bauwerk ist eine Akropolis erhalten geblieben. Ihre \u201eStairways to heaven\u201c ist \u00fcber und \u00fcber mit Hieroglyphen versehen. In ihrer Gesamtheit stellt sie den l\u00e4ngsten in Stein gemei\u00dfelten Text der Maya dar. Die Schrift der Maya basiert zwar auf Bildsymbolen, ist aber mehr als eine reine <\/span><\/span><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ideogramm#Ideogramme\" target=\"_blank\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Piktogrammschrift<\/span><\/span><\/a><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Bis zur Ankunft der Spanier war sie das einzige Schriftmedium in Amerika.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4895900277\/\" title=\"IMG_1364 von dondominico bei Flickr\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4138\/4895900277_e2a1452219.jpg\" width=\"500\" height=\"281\" alt=\"IMG_1364\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Daneben erweckte vor allem ein Ballspielplatz meine Aufmerksamkeit. Offensichtlich unterlagen bereits die Mayas der Sucht einer Gummikugel nachzujagen. Im Unterschied zu unseren Bolzpl\u00e4tzen nimmt der Mayaauslauf die Form des Buchstabens \u201eI\u201c ein. Auf Markierstein sind Krieger zu sehen, die gegen G\u00f6tter k\u00e4mpfen. Archeologen nehmen an, der Platz k\u00f6nnte ein symbolischer Eingang zur Unterwelt sein.<\/span><\/span><br \/>\n.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus grauen Steinhaufen wachsen knorrige B\u00e4ume, Mauerreste, ein paar Steinpfeiler zieren einen Innenhof &#8211; eigentlich sind es nur ein paar alte Steine, die man bei so einer Ruinenbesichtigung zu Gesicht bekommt&#8230; solange man seinen Blick nicht auf Details lenkt. Eine Reihe Stelen zum Beispiel sind mit feinen Gravierungen \u00fcberzogen. 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