{"id":1423,"date":"2010-06-02T00:01:21","date_gmt":"2010-06-01T23:01:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=1423"},"modified":"2010-06-06T05:10:44","modified_gmt":"2010-06-06T04:10:44","slug":"auf-dem-gringo-trail","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=1423","title":{"rendered":"Auf dem Gringo-Trail"},"content":{"rendered":"<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } \t\tA:link { so-language: zxx } --><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von allen s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern, die ich bisher besucht habe, ist Peru das mit Abstand von Touristen am meisten \u00fcberlaufene Land. Die peruanische Panamericana ist ein Highway, auf dem sich ausl\u00e4ndische Touristen in Scharen von Nord nach S\u00fcd und von S\u00fcd nach Nord bewegen. Die meisten folgen den Empfehlungen von <\/span><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lonely_Planet\" target=\"_blank\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><em>\u201eLonely Planet\u201c<\/em><\/span><\/a><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">, sie fahren also alle in dieselben Orten, \u00fcbernachten in denselben Hotels, essen in den gleichen Restaurants. Ausl\u00e4ndischen Hostelbetreiber, die diesen Geldmagnetismus auch noch provozieren, geh\u00f6ren zu den Schlimmsten. Siehe dazu auch den Artikel <\/span><a href=\"..\/?p=1311\" target=\"_blank\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><em>\u201eMancora \u2013 Vorsicht! Loki!\u201c<\/em><\/span><\/a><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Reisef\u00fchrer, wie der \u201eLonely Planet\u201c lenken den Touristenstrom. Sie sind in der Lage, mit nur einer einzigen Neuauflage ganze Fischerd\u00f6rfer zu \u201ezerst\u00f6ren\u201c.  Sie empfehlen kleine, \u201eunber\u00fchrte\u201c, idyllische D\u00f6rfer. Und diese sind dem folgenden Ansturm oft gar nicht gewachsen. Ein \u00e4u\u00dferst unterhaltsames Buch zum Thema hat Thomas Kohnstamm geschrieben: <\/span><em><a href=\"http:\/\/www.thomaskohnstamm.com\/\" target=\"_blank\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">\u201eDie absolut ehrlichen und v\u00f6llig schamlosen Bekenntnisse eines professionellen Reisef\u00fchrer-Autors\u201c<\/span><\/a><\/em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Der Ex-Lonely-Planet Autor berichtet darin, wie es hinter den Kulissen des etablierten Verlages zugeht und welche eigenen moralischen Konflikte er mit seinem Beruf hat.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><a title=\"P1030311 von dondominico bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4663977670\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4057\/4663977670_6f2c3e7341.jpg\" alt=\"P1030311\" width=\"500\" height=\"295\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Daneben sind viele Backpacker einfache Partytouristen, die nur auf Urlaub, Spa\u00df, Drogen und \u201eBeine hoch\u201c aus sind. Verglichen mit der einheimischen Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnen sie sich \u201ealles\u201c leisten, Indigenas sind f\u00fcr sie nicht viel mehr als ein Fotomotiv. Und einige von ihnen glauben Amerikanisierung sei ein nat\u00fcrlicher und fortschrittlicher Prozess. Ein Beispiel: Neulich sa\u00df ich mit einem Vertreter dieser Klasse in einem Taxi. Fr\u00f6hlich pl\u00e4tscherte er in Englisch auf den Taxifahrer ein. Der Taxista verstand kein Wort und ich machte den Gringo darauf aufmerksam, dass wir uns in einem spanischsprachigen Land bef\u00e4nden. Daraufhin meinte dieser, dass es an der Zeit w\u00e4re, dass auch Ecuadorianer endlich Englisch lernten. Was soll man dazu noch sagen? Es ist nicht so, dass ich alles richtig mache. Aber ich gebe mir doch zumindest m\u00fche. Und es ist auch nicht so, dass jeder Gringo sich daneben benimmt. Aber viele tun es eben doch. Das passiert nicht immer mit Absicht und den Gringos sind ihre Fauxpas oft auch gar nicht bewusst. Aber die Auswirkungen sind doch \u00fcberall deutlich zu sp\u00fcren. Eigentlich sollte jeder Tourist einen Dreiwochenlehrgang machen m\u00fcssen, bevor er ins Ausland entlassen wird. Auf historische Anlagen treten oder setzen sie sich drauf, nur weil nicht wie in der Heimat gewohnt ein Absperrband vorhanden ist. Und wenn kleine, halbw\u00fcchsige M\u00e4dchen mit Geld aus Europa oder den USA einheimische betagte Gastwirte oder Hostelbetreiber auf englisch rumkommandieren, als w\u00e4ren diese minderbemittelt, dann ist das f\u00fcr mich mittlerweile ein Schauspiel, bei dem ich unter Kr\u00e4mpfen den Raum verlassen muss. Angenehmer war es bis jetzt immer in Gegenden, die von Touristen weniger frequentiert wurden. An diesen Orten sind die Einheimischen noch aufgeschlossen und neugierig. Und es dreht sich nicht immer alles nur noch ums \u201eplata\u201c.<br \/>\n.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von allen s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern, die ich bisher besucht habe, ist Peru das mit Abstand von Touristen am meisten \u00fcberlaufene Land. 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