{"id":1311,"date":"2010-05-14T20:55:51","date_gmt":"2010-05-14T19:55:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=1311"},"modified":"2010-05-20T10:15:14","modified_gmt":"2010-05-20T09:15:14","slug":"mancora","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dominiksadventures.com\/?p=1311","title":{"rendered":"M\u00e1ncora \u2013 Vorsicht! Loki!"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"IMG_0636 von dondominico bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4623179511\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4052\/4623179511_8aeb9ea26d.jpg\" alt=\"IMG_0636\" width=\"500\" height=\"281\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u2026 einen Tisch, ein paar Flaschen Sprit und eine h\u00fcbsche Angestellte \u2013 mehr braucht eine Tankstelle eigentlich nicht. Der kurze Anfahrtsweg ersparte Zeit und die Einrichtung erwies sich als ausgesprochen praktisch. Ganz im Gegensatz zum Grenz\u00fcbergang, in dessen Mitte sich diese Anlaufstelle f\u00fcr durstige Fahrzeuge platziert hatte. Das ecuadorianische Immigrationsb\u00fcro befand sich bereits 3 km vor der eigentlichen Staatsgrenze, das peruanische erst 3 km dahinter. Die Demarkationslinie selbst musste ich zu Fu\u00df \u00fcberqueren. Und so wie ich meinen Rucksack, hatte hier scheinbar jeder etwas zu transportieren. Dabei bugsierte er es entweder auf dem R\u00fccken, zog daran oder schob es in einem Karren vor sich her. Manche versuchten ihren Besitz auch an Ort und Stelle zu verkaufen. Sonnenbrillen, \u00fcberreife Fr\u00fcchte, N\u00fcsse, frittiertes Gem\u00fcse und alles wonach mir sonst noch nicht war, wurde mir unter die Nase gehalten. Dazwischen versuchten sich LKWs und Busse  einen Weg zu bahnen. Nach dem zweiten Stempelgang waren es bis nach Thumbe, dem ersten peruanischen Ort noch einmal 10 km. Als ich in M\u00e1ncora eintraf, ging bereits die Sonne unter. Ich hatte es geschafft und ich war es auch.<\/p>\n<p><a title=\"IMG_0684 von dondominico bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dominiksadventure\/4622016555\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4070\/4622016555_6c1cac7390.jpg\" alt=\"IMG_0684\" width=\"500\" height=\"281\" \/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } \t\tA:link { so-language: zxx } --><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Unter diesen Umst\u00e4nden erschien mir das Ambiente meines abendlichen Hostels wie ein Traum. Das wei\u00df get\u00fcnchte Gem\u00e4uer versprach Sauberkeit. An einer Bar unter freiem Himmel am\u00fcsierten sich lautstark ein paar Gringos. In ihren Gesichtern spiegelte sich das blaue Licht eines elektrisch beleuchteten Pools. Quer \u00fcber den Innenhof sang Lenny Kravitz. Und es roch nach frisch gebratenen Steaks. \u201eSoll ich Dir auch eins drauf legen?\u201c, rief von weitem ein Typ mit einem hellblauen, fettigen T-Shirt, die Grillgabel auf mich gerichtet. Ich hatte meinen Rucksack noch nicht abgenommen, stammelte aber ein \u201eJa!\u201c hervor. Warum auch nicht? Gegessen hatte ich noch nichts. War ja auch nett mir unbekannterweise etwas anzubieten. Ich stellte mich vor. \u201eIch bin Andreas aus Hamburg.\u201c, entgegnete mir  Andreas. \u201eScheint ja sehr nett hier zu sein\u201c, steuerte ich bei, in der Absicht meinen ersten Eindruck zu verarbeiten. \u201cDas ist es.\u201c, gab Andreas zur\u00fcck, \u201eUnd es geh\u00f6rt alles mir.\u201c (1) W\u00e4hrend er das sagte hob er wieder seine Grillgabel an und zeichnete den Umriss des Hostels nach. \u201eEigentlich bin ich Koch. Jetzt geh\u00f6ren mir 160 Betten.\u201c. \u201e160? Dann w\u00fcrde ich das hier nicht mehr als Hostel bezeichnen. Das ist doch dann schon eher ein Ressort!\u201c, rutschte es mir raus. \u201eHol Dir &#8217;n Teller. Sonst wird\u2019s kalt!\u201c, bellte Andreas zur\u00fcck. Dankbar nahm ich das Angebot an. Offensichtlich war ich in ein Fettn\u00e4pfchen getreten. Dabei hatte ich, wie sich in den n\u00e4chsten Tagen noch herausstellen sollte, mit meiner Feststellung gar nicht so falsch gelegen. M\u00e1ncora war vielleicht einmal ein idyllisches Fischerd\u00f6rfchen das Surfer und Rucksackreisende anzog. Doch heute ist M\u00e1ncora Loki. Loki zieht an. Und Loki bietet den Angereisten alles, was sie an Komfort daheim gelassen haben &#8211; und noch mehr! Wettbewerbe, Wasserspiele, und Motto-Partys fesseln die G\u00e4ste an gute Laune und die Bar. Gr\u00fcnde das Loki zu verlassen gibt es eigentlich nicht. Sogar mit dem Strand ist das Loki direkt verbunden. Positiv gesehen bleiben den Anwohnern so die Gringos erspart, negativ gesehen aber auch ihr Geld. Loki beh\u00e4lt es ein wie ein Magnet. 1,5 Jahre ist das Loki in M\u00e1ncora gerade mal alt. Doch der zerm\u00fcrbende Einfluss auf die heimische Infrastruktur ist nicht zu \u00fcbersehen. Von den vielen Bars am Strand haben gerade einmal drei noch t\u00e4glich ge\u00f6ffnet. Ein n\u00e4chtliches Strandleben findet sozusagen gar nicht mehr statt. Als ich eine der drei noch laufenden Bars an meinem zweiten Abend aufsuchte, musste sie gerade schlie\u00dfen. Der Eigent\u00fcmer vom Loki habe die Polizei verst\u00e4ndigt, erkl\u00e4rte mir die Kellnerin seine G\u00e4ste f\u00fchlten sich in ihrer Nachtruhe gest\u00f6rt. Kaum hatte sie mir das erkl\u00e4rt, postierten sich auch schon drei Polizisten vor ihrer Bar. F\u00fcr Peru scheint das selbe zu gelten, wie f\u00fcr Ecuador: \u201eWer Geld hat, kann hier damit machen was er will.\u201c<br \/>\nMeinen Aufenthalt in M\u00e1ncora versuchte ich dennoch zu genie\u00dfen, was mir auch gelang. Vor der K\u00fcste rollen kilometerlange Wellen entlang, von perfekter Form und St\u00e4rke zum Surfen. Ein solcher Monsterbrecher katapultierte mich in wenigen Sekunden mehrere Hundert Meter bis auf den Strand. Es war der Wahnsinn. Mein absoluter Rekord. Au\u00dferdem lernte ich in diesen Tagen Stefen kennen. Der \u00d6sterreicher hatte gerade zwei Jahre in Lima verbracht und erwies sich als ein schier unendlicher Pool an Erfahrungs- und Erlebnisberichten \u00fcber das Leben in Peru. Nun bin ich gespannt, was mich in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen so ereilen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(1) Neben dem \u201e<a href=\"http:\/\/www.lokihostel.com\/\" target=\"_blank\">Loki<\/a>\u201c in M\u00e1ncora gibt es in Peru und Bolivien noch drei weitere Hostels mit dem Namen \u201eLoki\u201c. Alle vier sind eng miteinander \u201everdrahtet\u201c, funktionieren nach der selben Gesch\u00e4ftsidee und arbeiten auch sehr effizient nach dem selben System. Soweit ich wei\u00df gibt es insgesamt neun Eigent\u00fcmer.<br \/>\n.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 einen Tisch, ein paar Flaschen Sprit und eine h\u00fcbsche Angestellte \u2013 mehr braucht eine Tankstelle eigentlich nicht. Der kurze Anfahrtsweg ersparte Zeit und die Einrichtung erwies sich als ausgesprochen praktisch. Ganz im Gegensatz zum Grenz\u00fcbergang, in dessen Mitte sich diese Anlaufstelle f\u00fcr durstige Fahrzeuge platziert hatte. 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